Archiv für Februar 2014

26.02: Spontandemo in der Nordstadt

Gestern Abend kam es in der Dortmunder Nordstadt in den späten Abendstunden zu einem (vermutlichen) rassistischen Übergriff. Das Opfer, eine muslimische Frau, berichtet der Polizei, dass sie von zwei Männern überfallen wurde. Laut Aussage des Opfers wurde ihr das Kopftuch abgezogen, sie wurde rassistisch beleidigt und außerdem wurde ihr Handy geklaut.
Die Täter wurden als Männer mit Glatzen und Tattoos beschrieben, desweiteren trugen sie Springerstiefel.
Dies klingt jetzt natürlich als Klischeehafte Neonazi Beschreibung, passt allerdings auf z.B. Mitglieder der äußerst gewalttätigen Skindheadfront Dortmund-Dorstfeld, die nicht selten in der Vergangenheit wegen rechter Gewalttaten in die Medien geriet.
Immer wieder tauchen um den Nordmarkt Aufkleber der Partei die Rechte auf, welche auf einem dort ansässigen Nazi zuzurechnen sind.

Nach einer kurzen Mobilisierungszeit, trafen sich am Ende 60-70 Antifaschisten_innen am Kirchplatz in der Münsterstraße. Mit Transparenten, Parolen und Flyern wurden die Anwohner_innen über die Tat am Abend zuvor informiert. Desweiteren wurde immer wieder durch ein Megaphon der Aufruf für die Spontane Demo vorgelesen. Außerdem wurde der Aufruf für die am 29.3 stattfindende Demo vorgetragen, die sich thematisch auch mit Rechter Gewalt befasst und dazu aufruft, gegen sie zu demonstrieren.
Am Rande der heutigen Demo kam es immer wieder zu Applaus und Verständnis zeigen der Passanten_innen.

Nazis aus der Nordstadt verjagen!
Rechte Gewalt unmöglich machen!

Antifaschistische Demonstration am 29.03.2014

Am 29. März veranstalten die Antifaschistische Union Dortmund und die Jugendantifa Dortmund eine Demonstration gegen Nazistrukturen und rechte Gewalt in Dortmund. Weitere Informationen und der vollständige Aufruf folgen in Kürze.

In diesem Jahr jährt sich der Mord an Thomas Schulz durch den Neonazi Sven Kahlin zum neunten Mal. Wir nehmen dies zum Anlass, auch dieses Mal wieder gegen rechte Gewalt zu demonstrieren und unsere Solidarität mit den Opfern jener Gewalt zum Ausdruck zu bringen. Dabei wollen wir uns jedoch nicht nur auf Thomas Schulz und den in Dortmund vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık beschränken, sondern auch gegen die Verhältnisse, die diese Gewalt erst ermöglichen, demonstrieren. Nach dem Verbot des »Nationalen Widerstands Dortmund« (NWDO) durch das NRW-Innenministerium im August 2012 folgte wenig später die Reorganisation der hiesigen Szene in der Partei »Die Rechte«. Es hat sich daher gezeigt, dass Verbote nicht viel helfen, um Nazis zu bekämpfen. Auch wenn gewalttätige Übergriffe durch Nazis nicht mehr wie noch vor einigen Jahren traurige Regelmäßigkeit sind, existieren die Nazistrukturen in Dortmund immer noch. Unsere Demonstration wird daher nach Dorstfeld führen, wo die Nazis auch als Parteimitglieder weiterhin wohnen. Wir wollen diese trügerische Ruhe stören!

Dorstfeld ist immer einen Besuch wert!
Gegen Nazistrukturen und rechte Gewalt!

29. März 2014 | 14.00 Uhr | Dortmund HBF (Vorplatz)